2015

Bericht 2015

Am 11. Juli ging die Franco in die nunmehr dritte Runde. Nachdem in den vergangen beiden Jahren fleißig für die Veranstaltung geworben wurde und die Besucher die ersten Gehversuche einer auf­strebenden Convention wahrnahmen, ließ sich schon zur zweiten Franco eine positive Tendenz erkennen, die sich jetzt noch eindeutiger zeigte. Fast 900 Besucher waren es dieses Mal, die den Weg in die Kongresshalle nach Bamberg fanden. Davon nahmen knapp 200 Personen am abendlichen Tanzball teil. Da es so viele Ticketbestellungen gab, mussten bereits im Vorfeld weitere Eintrittsbändchen nachbestellt werden. Eine halbe Stunde vor Eröffnung, bildeten sich zwei ordentlich aufgereihte Schlangen vor den Kassen, eine für die Vorbestellungen und eine für die Besucher der Tageskasse. Farblich wurden neue Akzente gesetzt – während grün das Conticket kennzeichnete, ließen die violetten Bändchen auf das Kombiticket schließen.

Zügig stürmten die ersten Besucher ab 11 Uhr das Foyer. Im Eingangsbereich luden Händler und Künstler zum Shopping ein. Schauen und Staunen konnte man vor allem bei den zum Teil weit angereisten Künstlern. An ihren Ständen wurden hand­ge­fertigte Artikel wie Poster, Kakao-Karten, Plüschtiere, Schmuck und Dekoartikel präsentiert. Des Weiteren gab es die Möglichkeit von den Zeichnern einen persönlichen Conhon-Eintrag zu erhaschen.

Nachdem man sich einen kurzen Überblick über das Geschehen verschafft hatte, wurde es Zeit für die Eröffnungsrede. Kurz darauf zeigte die Showgruppe Team Dolf ihr Stück „Neues aus der Gruft – Auf Vampirjagd mit Professor Abronsius und Alfred“. Natascha und ihre Schwester waren im Steampunk Outfit vor Ort. Sie lobten die Aufführung als mitreißend und authentisch. Das nächste Highlight im Bühnenprogramm war der Cosplaywettbewerb.
„Kostüme und Darbietungen auf höchsten Niveau“, ließ Orga-Mitglied Larissa Paulus verlauten.
Wer sich lieber mit der Herstellung eines Cosplays oder den dazuge­hörigen Waffen und Accessoires beschäftigen wollte, konnte den zahlreichen, gut besuchten Workshops beiwohnen, um dort neue Tricks und Kniffe zu erlernen. Von der Planung und Organisation über die Fertigung bis hin zur Audio-Bearbeitung und dem Auftritt selbst waren alle Themen vertreten, die man sich als angehender oder geübter Cosplayer nur wünschen konnte.

Diejenigen, die zwischendurch etwas Zeit hatten, konnten an den Live Games, wie dem Quick Quiz oder der Suche nach den Dragon Balls teilnehmen. Eine Neuheit in der Kategorie Live Games war das Spiel „Milas Quest“, ein Minispiel bei dem zehn vorgegebene Dinge gesucht und beim Orga-Büro vorgezeigt werden mussten, um sie sich abstempeln zu lassen. So gehörte es zum Beispiel zu den Aufgaben ein Death Note vorzuzeigen, einen Mario vor Ort zu finden oder auch eine Cosplaygruppe von vier Personen zu fotografieren.

Wer einmal so richtig entspannen wollte, konnte sich im Maid-Café TiiTime verwöhnen lassen. Als Kostümthema für die Franco wurde Pokémon gewählt. Süße Maids in niedlichen Pokemon Kostümen, was will man mehr?

Was die Vollblut-Gamer betrifft, so bekam die Redewendung keinen Blumentopf zu gewinnen eine ganz neue Bedeutung, denn neben Sachpreisen gab es für den Zweit- und Drittplatzierten des Mario Kart Turniers große Oskarpokale. Der Champion allerdings wurde mit einer gehäkelten Piranha-Pflanze im Blumentopf geehrt. Gefahren wurde in der schwierigen 200 cc Klasse, die für die Teilnehmer eine ganz besondere Herausforderung darstellte.

1. Platz

2. Platz

3. Platz

Alle, die lieber zum Stift als zum Controller greifen, konnten bis
14 Uhr ihre Einsendungen für den Zeichenwettbewerb vor Ort ab­geben. Die diesjährige Aufgabe bestand darin das Mas­kottchen Mila in Russland zu zeichnen. Dieser nicht ganz einfachen Aufgabe kamen immerhin knapp 30 Zeichner nach. Auch hier sah man das steigende Potential der Teilnehmer deutlich, sodass es der Jury nicht leicht fiel sich zu entscheiden. Prämiert wurden die drei besten Zeichnungen bei der Siegerehrung um 17.30 Uhr.

Ab 19 Uhr wurde im Hegelsaal in schicken Outfits getanzt was das Zeug hält. Wie es sich für einen richtigen Ball gehört, wurden zu Beginn Cosplayballkönig und – königin gewählt, die anschließend den Ball mit ihren Eröffnungstanz einleiteten. Um auch ungeübte Tänzer auf den Abend einzustimmen, fanden am Nachmittag zwei einstündige Tanzkurse statt, bei denen man die Tänze Walzer und Disco Fox erlernen konnte. Neu war das abendliche Buffet im Saal, das sehr gut angenommen wurde.
Gegen 23 Uhr neigte sich die Franco ihrem Ende entgegen.

Zusammenfassend ist zu bemerken, dass die Teilnehmerzahl im Vergleich zum Jahr 2014 um zirka 80 Prozent anstieg. Ein be­merkenswerter Aufwärtstrend, den es in den nächsten Jahren mit weiteren attraktiven Programmangeboten auszubauen gilt. An dieser Stelle gibt es einen Dank der Organisatoren an alle Besucher, Helfer und Sponsoren, ohne deren Treue und Zuspruch die Veranstaltung niemals eine solche Größe und Popularität hätte erreichen können.