2016

Bericht 2016

Als routiniertes Event, das mitterweile in keinem Conventionkalender fehlen darf, ging die Franco dieses Jahr in die nunmehr vierte Runde. Durch die guten Kritiken der bisherigen Besucher, kamen Interessierte nicht nur aus Deutschland, sondern auch aus Nachbarländern wie Österreich und Schweiz. Wie bereits im Vorjahr konnte also auch dieses Mal ein Besucherzuwachs verzeichnet werden. Über 1000 begeisterte Manga- und Animefans aus Nah und Fern ließen es sich nicht nehmen am Samstag, den 2. Juli, zur Bamberger Kongresshalle zu pilgern. Begrüßt wurden die Besucher von einem großen Banner, auf dem das Maskottchen Mila zu sehen war.

Um 11 Uhr erfolgte der Einlass an zwei Eingängen, getrennt nach Tageskasse und Vorbestellungen. Während die Conticket in einem beigen Farbton gehalten wurden, erkannte man die Kombitickets anhand ihrer roten Signalfarbe. Mit den Kombitickets waren die Besucher berechtigt am abendlichen Cosplayball teilzunehmen, der bereits seit Jahren das Highlight der Franco darstellt.

Sobald man sein Bändchen hatte, konnte es auch schon losgehen. Voller Vorfreude wurde nun das Foyer der Kongresshalle erstürmt, in dem die Händler mit ihren Verkaufs­stände auf Kundschaft warteten. Verschiedene Anbieter luden mit ihren umfangreichen Sortimenten zum Stöbern und Einkaufen ein.

Schnäppchenjäger inspizierten sofort den Bring and Buy Bereich. Denn wer weiß welch seltene Rarität dort feil geboten werden würde. Eine Etage tiefer neben dem Gamesroom befand sich die Kreativecke der Zeichner und Künstler.
Von Zeichnungen über selbst genähte Plüschtiere bis hin zu Anhängern jeder Art, konnte alles käuflich erworben werden.
Wer Fragen zu der ein oder anderen Herstellungsmethode hatte, konnte sich hier Rat­schläge holen und so manch nettes Gespräch führen.

Etwas versteckt beim Künstlerstand von Chinos World, gab es die
Möglichkeit sich vor einem weißen Hintergrund fotografieren zu lassen. Dieses Angebot nahmen vor allem Cosplayer dankend an. Denn nicht jeder Cosplayer hatte auch eine eigene Kamera dabei. Für alle, die nicht auf ein schönes Erinnerungsfoto verzichten wollten, hatten hier also die Gelegenheit in den Genuss von tollen Aufnahmen zu kommen. Veröffentlich werden die Fotos in den kommenden Wochen auf Animexx.

Um 12.15 Uhr wurde nun auch der Hegelsaal geöffnet. Nach einer kurzen Begrüßungsrede der Organisatoren, konnte man den verschiedenen Showacts beiwohnen.
Den Anfang machte die Xny Dancecrew mit ihrem Stück „Die Chroniken der Unendlichkeit – Afterlife“, das auf der Franco seine Premiere feierte. Im Anschluss sorgte Youtubesängerin Chilali für gute Stimmung im vollen Saal. Chilali ist für Anime- und Gamesongs bekannt, die sie mit selbst geschriebenen deutschen Texten covert um so jedem Lied mit ihrer Stimme eine eigene Note zu verpassen.

Ehrengast Erzas Cosplay, die neben einem einstündigen Fanpanel auf der Bühne auch einen eigenen Workshop hatte, plauderte aus dem Näh­kästchen und beantwortete angehenden Cosplayern ihre Fragen. Auch erfahrene Bastler konnten sich von ihr noch den ein oder anderen Tipp für ihre Projekte geben lassen. Wer sich im Bereich Cosplay weiterbilden wollte, konnte in weiteren Workshops lernen wie man Perücken stylt, Bootcover her­stellt oder ein richtiges Special Effekt Make-up macht. Diejenigen, die in einem Workshop selbst aktiv werden wollen, waren beim Nähen von Mame­gomas (Robben) gut aufgehoben.
Besucher, die mit Cosplay und dem Nähen nichts am Hut haben, konnten sich im Workshop „Kanjis lernen leicht gemacht“ mit der japanischen Schrift beschäftigen und sogar erste Schriftzeichen erlernen.

Wer bei den vielen Attraktionen einen Kaffee brauchte, war im Maid Café der Tiitime gut aufgehoben. Dort gab es neben Kaffee auch so manch andere Leckerei.
Zehn Maids und zwei Hosts kümmerten sich um die Gäste. Neu waren die blau­weißen Maidkleider, die speziell für die Franco von Schneiderin Gouky angfertigt wurden. Man entschied sich dafür diesen Schritt zu wagen, um das Outfit der Maids an das Logo der Franco anzu­passen, sodass sich das Corporate Design nicht nur auf den Flyern und Bannern, sondern auch in der Kleidung des Maid Cafés wiederfindet. Zudem erinnert der Schnitt der Kleider etwas an einen Dirndl und bringt so im Zusammenspiel mit den bayrischen Farben einen Hauch fränkische Tradition mit ein.

Gestärkt konnte es nun auch schon weitergehen. So gab als Zeitvertreib für Zwischendurch auch wieder die beliebten Live Games wie die Suche nach den sieben Dragon Balls und Milas Quest, bei dem man verschiedene Dinge wie Francos Mila, Künstler/Zeichner, eine Genkidama und vieles mehr finden und beim Orgabüro als Foto vorzeigen musste um so einen Stempel zu erhalten. Wer zuerst alle Aufgaben erfüllt hatte, bekam einen Preis.

Wer sein können auf virtueller Ebene messen wollte, war im Gamesroom genau richtig.
Dort gab es für alle Videospiel­be­geisterten wieder eine bunte Mischung aus neuen und alten Retrokonsolen, die nach Belieben bespielt werden konnten.
Für Fans der Mario Kart Spielereihe fand ein Turnier auf der Wii U im 200 ccm Modus statt. Zu gewinnen gab es für die drei Bestplatzierten je einen Oskarpokal.

Was Wettbewerbe betrifft, hatte die Franco selbstverständlich noch viel mehr zu bieten. So gab es zum Beispiel wieder einen Cosplaywettbewerb, den mal einzeln oder als Paar bes­treiten konnte.90 Sekunden standen den Cosplayern pro Person zur Verfügung. In diesem Zeitraum mussten sie die Jury und das Publikum von sich und ihrem Kostüm überzeugen.

Auch ein Zeichen­wett­bewerb durfte natürlich nicht fehlen. Das diesjährige Thema war Mila in Australien. 21 tolle Zeichnungen wurden eingereicht, aus denen die drei besten ermittelt und vor Ort prämiert wurden. Die Gewinnerzeichnungen könnt ihr unter dem Programmpunkt Zeichen­wettbewerb begut­achten.

Nach der Siegerehrung um 17.30 Uhr verabschiedete man sich von allen Gästen der regulären Con und bereitete den Hegelsaal für den bevorstehenden Cos­play­ball vor, der um 19 Uhr für alle Tänzer zugänglich war. Zunächst wurden
Cos­play­ball­königin und –könig gewählt, die mit ihrem Tanz den Ball eröffneten. Nach dem Eröffnungstanz konnten auch alle anderen die Tanzfläche stürmen und nach Herzenslust tanzen. Um auch ungeübte Tänzer auf den Abend einzu­stimmen, fand am Nachmittag ein Tanzkurs statt, bei dem man leichte Stand­ard­tänze wie Walzer und Disco Fox erlernen konnte. Getanzt werden konnte bis 23 Uhr. Danach ließ man die Con langsam ausklingen und schon eines war klar, auch nächstes Jahr wird es wieder eine Franco geben.

Verbesserungsvorschläge, Wünsche, Anregungen und Kritik konnten vor Ort, aber auch online über Facebook eingereichet werden. In einem kurzem Interview betonte Orga-Mitglied Larissa Paulus wie wichtig ihnen die Meinung der Besucher ist: „Kleine Fehler passieren immer, deshalb freuen wir uns, wenn wir auch darauf hingewiesen werden. Nur so können wir uns verbessern und den Besuchern nächstes Jahr eine noch tollere Convention bieten.“

Unter den Anregungen für die nächste Franco befanden sich unter anderem der Wunsch nach einem Karaokeraum und einer Mangabibliothek. Genannt wurde auch ein deutlicher Kritikpunkt, der eher eines Lobes gleicht – da viele Conbesucher mittlerweile nicht nur aus der Region stammen, sondern aus ganz Deutschland, vereinzelt auch aus Österreich und der Schweiz anreisen, wird der Wunsch nach einer zweitägigen Convention immer lauter.
Ob diesem Wunsch entsprochen werden kann oder ob die Franco dafür noch etwas größer werden muss, wird sich in den kommenden Monaten entscheiden.